Entstehungsgeschichte der Deutschen Dogge
Die Vorfahren unserer heutigen Doggen dürften doggenähnliche Hunde von größerer Bauart gewesen
sein, wie sie aus alten Ölgemälden und Kupferstichen bekannt sind,
über das Alter der Doggen ist wenig bekannt im Mittelalter
gab es die verschiedensten Namen für diese Hunde, wie Hatzrüden,
Fanghunde, Saupacker, Saufänger, Bullenbeißer etc.
Für das heutige Erscheinungsbild der
Deutschen Dogge maßgeblich waren der Mastiff und der Irish Wolfshound.
Unter dem Namen Bismarckdogge, Tigerdogge, Englische Doggen, Dänische
Doggen und Ulmer Doggen wurde die Deutsche Dogge im 19. Jahrhundert
bekannt. Über die Entstehung des Namens "Deutsche Dogge"
gibt es zwei Versionen. In der einen werden die Herren von Wardenberg
und Lang im Jahre 1876 in Hamburg, in der anderen Herr Dr. Bordnius
als Vorsitzender eines siebenköpfigen Komitees, bestehend aus Züchtern
und Richtern, im Jahre 1878 in Berlin als Initiatoren genannt. Im
Jahre 1880 wurde erstmals anlässlich einer Ausstellung in Berlin ein
Doggen - Standard festgelegt.
Als Ursprungsland der Rasse Deutsche Doggen ist von
allen Ländern der FCI Deutschland anerkannt. Die Deutsche Dogge wird
in den angelsächsischen Ländern jedoch noch immer als "Great
Dane" und in Frankreich mitunter als Grand Danois"
bezeichnet, jedoch findet auch dort immer mehr der Name "Dogue
Allemand" (Deutsche Dogge) Anwendung. Der deutsche Kanzler Otto
von Bismarck besaß fast 60 Jahre lang Deutsche Doggen seine Dogge
"Tyras" war ein berühmter Hund. Die Deutsche Dogge wird in
drei selbstständigen Varietäten gezüchtet:
Gelb und gestromt, gefleckt und schwarz
und blau. Am einfachsten ist der gelb/gestromt Farbschlag zu züchten,
während der gefleckte Farbschlag in der Zucht am problematischsten
ist. Die Deutsche Dogge ist ein sehr liebesbedürftiger Hund. Sie
vereinigt Kraft und Eleganz und ist sehr friedliebend, jedoch sollte
man sich hüten, sie zu reizen und ihren Zorn zu wecken. Ihr Beschützerinstinkt
erstreckt sich auf Familienangehörige, das Haus und alles was dazugehört.
Besonders ist die Kinderliebe der Doggen hervorzuheben, von
Kindern lässt sie sich viel gefallen ohne nervös oder hektisch zu
werden. Wenn verständnisvoll vorgegangen wird, gibt es keine Probleme
in einer Familie mit Doggen, wenn Kindersegen kommt. Die Dogge wird
neugierig und dann begeistert sein, wenn sie nicht des Kindes wegen
vernachlässigt wird, sodass ihre Eifersucht geweckt wird. Kann sie an
der Betreuung des Babys teilnehmen, wird sie bald ein unbestechlicher
Beschützer des Kindes sein. Das Kind kann ihr unbesorgt anvertraut
werden, sie wird keinen Fremden heranlassen. Leider haben sich in
diesem Zusammenhang im Laufe der letzten Jahre einige Ammenmärchen
festgesetzt, an denen die leider manches mal sensationshungrigen
Medien nicht ohne Schuld sind. Eine vollkommen harmlose Sache wird
aufgebauscht, weil eine Dogge darin verwickelt ist, eine genaue
Schilderung des Sachverhaltes bzw. eine Berichtigung entfällt. In der
Regel verhalten sich Kinder großen Hunden gegenüber
unbefangen. Leider wecken unvernünftige Eltern Angstgefühle in
Kindern, wodurch es oft zu einer Abneigung Hunden gegenüber kommt.
Dadurch können dann Missverständnisse entstehen, dass Kind läuft
schreiend und wild gestikulierend davon. Der Hund dessen Beutetrieb
geweckt wird, läuft nach und stößt das Kind um für die nächste
Schlagzeile ist gesorgt! Mit anderen Tieren verträgt sich die
Deutsche Dogge ausgezeichnet, besonders mit kleinen Hunderassen können
sich ausgesprochene Tierfreundschaften entwickeln.
Die Deutsche Dogge ist ein
ausgesprochener Familienhund und für eine Hundehütte bzw.
Zwingerhaltung völlig ungeeignet. Die menschliche Ansprache und der
intensive Kontakt mit "ihren" Menschen ist für die Dogge
unbedingt nötig, denn nur so kann sie ihre hinreißende Persönlichkeit
entfalten. Die Deutsche Dogge - in ihrem Erscheinungsbild unerreicht -
vereinigt in ihrer edlen Gesamterscheinung Kraft, Ruhe, Eleganz,
Stolz, Adel und Mut. Sie ist der Apoll unter den Hunderassen, nichts
Alltägliches ein "verzauberter Mensch".